Willi Landl fokussiert in seinem dritten Album, was Nachrichten, Werbung und Unterhaltung als zwischenmenschlichen Dauerbrenner zelebrieren: sex violence. Seine Band spielt Eingängiges ungewohnt, macht Experimente zu Popsongs und Tiefgründiges zu Hits.
Dabei öffnet sich Willi Landls schnörkelloser wie schlüpfriger Mund erneut als unikate Wundertüte – zwischen Kunstsong und Poplied, zwischen Hamburg und Wien. Wie hat er das nur gemacht, dass er sich seine eigene Sprache erfunden hat, die niemand außer ihm singen, aber jeder verstehen kann?

On this, his third album, Willi Landl focuses on the constant interplay of news, advertising and entertainment in human relationships: sex violence. His band play catchy tunes in an unusual way - they turn experiments into pop songs and deepness into hits. And here Willi Landl‘s no-frills, bawdy mouth opens up like a unique surprise package filled with lieder and pop songs between Hamburg and Vienna. How on earth has he managed to create a language of his own that no one except he can sing but everyone can understand?


Willi Landl – voc
Michael Hornek – piano
Stefan Thaler– bass
Christian Grobauer - drums

 

Willi Landl liebt es, mit den Worten zu spielen, mit ihnen zu jonglieren und sie in Texte zu fassen, die doch einigen Interpretationsspielraum offenlassen. Der Sänger und Komponist beherrscht aber nicht nur den kunstvollen Umgang mit Worten, auch gesanglich gelingt es ihm, ganz eigene Akzente zu setzen. Willi Lands Stimme ist von einer wohligen Wärme und besitzt Charme und Eleganz, auch in den Momenten, in denen er zum Bitterbösen neigt und einem auf der Zugfahrt von St. Pölten nach St. Valentin ihm gegenübersitzenden jungen Metal-Fan den Hintern zu versohlen gedenkt („Im Zug“). Egal was er auch besingt, die nervende Eintönigkeit des Alltags, die allumfassendste Liebe, betrunkene Männer, das Glück, das Leid oder die zu großen Ereignissen aufgeblähten Nichtigkeiten, er tut es im Stile eines Gentlemans, fein im Ausdruck, niveauvoll, pointiert und mit einem Schuss bissiger Ironie, die aber niemals ins Abgehobene oder Überhebliche abgleitet.
Ein wirklich starkes Stück Musik.
Michael Ternai, mica

Willi Landl, der schräge oberösterreichische Metaphern-Poet und Reim-Verweigerer wirft ganz nebenbei und völlig unbeabsichtigt die Frage auf, warum es in Österreich neben ihm kaum hauptberufliche männliche Jazzsänger gibt.
Andreas Felber, Ö1

Das dritte Album des queeren Wiener Jazzsängers mit dem Popfaible ist sein bisher verwegenstes. Die von Michael Hornek (p), Stefan Thaler (b) und Christian Grobauer (dr) angerichtete Musik verbindet Agilität und Streicheleinheiten, während Landl voll komischer Poesie Sexfantasien im Zug besingt, die Freude am Nacktbaden und die Monotonie der Dinge; Alkohol, Hunde und die Liebe. Toll!
Gerhard Stöger, Falter

Willi Landl liebt den pathetischen Vortrag des Kunstliedes und das zu Texten über Sex, eine Tracht Prügel oder betrunkene Männer. Sein neues Album "Sex Violence" ist das Kunststück, Jazz, Liedermacherkunst und Wiener Morbidität ziemlich genial miteinander verschmelzen zu lassen.
Dagmar Golle, Bayern 2

Und siehe da: Schon beim Abenteuer „Im Zug“ will man die CD einfach durchhören, spätestens beim Ohrwurm „Immer dieselbe Leier“ hat einen Willi Landl aber bereits in den Bann gezogen.
XTRA!

Es ist die Poesie in den Texten des Willi Landl, die einen sofort gefangen hält. Der Wiener Jazzsänger schafft es, mit seinen Texten Betroffenheit, Lächeln, ja sogar herzhaftes Lachen zu erzeugen und das auf der musikalischen Basis von Jazz, Chanson, Reggae und Pop. Es ist diese umwerfende Mixtur, die Willi Landls Musik so einzigartig macht. Seine Stimme, die Stimmlage und -farbe sind absolut angenehm, machen es einem leicht, gerne zuzuhören, seinen Geschichten zu folgen; Willi Landl ist ein großartiger Erzähler, egal ob er vom „Nacktbaden“, von einer Zugreise von St. Pölten nach St. Valentin („Im Zug“) oder „Immer dieselbe Leier“ singt, dieselbe Leier ist es eben nie, auch musikalisch nicht. Formidabel begleitet von Michael Hornek, p, Stefan Thaler, b, und Christian Grobauer, dr, legt hier Willi Landl sein drittes Album vor, eines, das man unbedingt haben muss!!! Viel Vergnügen!!!!
Christian Bakonyi, Concerto

Wir freuen uns heute schon auf das nächste Album.
Dominika Meindl, Kulturbericht Oö

Grundiert wird der beseelte Gesang vom famosen Trio Michael Hornek (Piano), Stefan Thaler (Bass) und Christian Grobauer (Drums), das mit der Genauigkeit einer Atomuhr Akzente setzt, und dabei doch immer nur dem Song dient.
Stefan Koroschetz, SKUG